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20.01.2025

Konsumenten kaufen nicht weniger – sie kaufen bewusster.
Was „choiceful“ für den stationären Handel bedeutet. Der Irrtum von der schwachen Nachfrage

„Niemand kauft mehr. “Diese Aussage hört man derzeit häufig – in Meetings, auf Branchenveranstaltungen und in Analystenkommentaren. Doch ein aktueller Artikel der New York Times zeigt, dass die Realität differenzierter ist.
In „No One’s Buying? Maybe Consumers Are Just ‘Choiceful,’ Executives Say“ beschreibt die Autorin Lora Kelley, wie Führungskräfte großer Handelsunternehmen zunehmend den Begriff „choiceful“ verwenden, um das veränderte Konsumverhalten zu erklären.
📅 Veröffentlicht am 18. Januar 2026
🔗 Zum Artikel:https://www.nytimes.com/2026/01/18/business/no-ones-buying-maybe-consumers-are-just-choiceful-executives-say.html
Die Kernaussage:
Konsumenten sind nicht verschwunden – sie entscheiden bewusster, wofür sie ihr Geld ausgeben.
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Was bedeutet „choiceful“ wirklich?

Der Begriff taucht inzwischen regelmäßig in Earnings Calls von Unternehmen wie Target, Macy’s, Walmart, Costco oder Mastercard auf.
Hinter dem Wort steckt ein klares Muster:
- Kunden kaufen weniger Stückzahlen
-
Sie priorisieren Wert, Relevanz und Nutzen
-
Die Ausgaben bleiben teilweise stabil – aber die Entscheidungen sind strenger
Oder anders gesagt:
Kunden filtern härter. Sie vergleichen schneller. Und sie brechen früher ab, wenn etwas nicht überzeugt.
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Warum Frequenzzahlen allein nicht mehr ausreichen

Über Jahre hinweg war eine Kennzahl zentral:
Wie viele Menschen betreten das Geschäft?
In einer „choiceful“-Realität reicht diese Frage nicht mehr aus.
Zwei Filialen können:
- die gleiche Besucherfrequenz haben
- ein ähnliches Sortiment führen
- zur selben Marke gehören
…und dennoch völlig unterschiedlich performen.
Der Unterschied liegt im Verhalten innerhalb der Fläche:
- Wo bleiben Kunden stehen?
- Welche Bereiche werden ignoriert?
- Wann entsteht Interesse – und wann Zweifel?
- Wie beeinflussen Laufwege, Layout und Personal die Entscheidung?
Besucherzahlen sind weiterhin wichtig –aber Verhalten entscheidet über Erfolg.

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Was wir in realen Stores beobachten

In Einkaufszentren und Filialnetzen, die mit Counttrack arbeiten, zeigen sich konsistente Muster, die das „choiceful“-Narrativ bestätigen:
- Stabile Frequenz, aber weniger Käufe pro Besuch
-
Konzentration der Verweildauer auf wenige relevante Zonen
-
Größere Leistungsunterschiede zwischen vergleichbaren Filialen
- Schnellere Entscheidungen – positiv wie negativ
Das ist kein Desinteresse.
Es ist fokussierte Entscheidungsfindung.

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Von Besucherzählung zu Entscheidungsverständnis

Im stationären Handel verschiebt sich der Wettbewerbsvorteil.
Nicht mehr entscheidend sind:
❌ mehr Laufkundschaft
❌ mehr Rabattaktionen
❌ mehr Bauchgefühl
Sondern:
- Kundenlaufwege und Bewegungsmuster
- Zonenbezogene Verweildauer und Abbruchpunkte
- Bottlenecks, Dead Zones und Reibungspunkte
- Das Zusammenspiel von Fläche, Personal und Kunden
Wer versteht, wie Kunden sich bewegen und warum sie entscheiden, kann gezielt optimieren – ohne mehr Fläche, mehr Personal oder mehr Rabatte.

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Warum „choiceful“ eigentlich eine gute Nachricht ist

Auch wenn der Begriff in Earnings Calls oft defensiv genutzt wird, steckt darin eine Chance.
Bewusste Konsumenten:
- belohnen Relevanz
- bestrafen Komplexität
- reagieren auf Klarheit und Orientierung
Händler, die ihr Kundenverhalten wirklich verstehen, können:
- Conversion steigern ohne mehr Traffic
- Bestehende Flächen effizienter nutzen
- Kundenerlebnisse gezielt verbessern

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Fazit: Die Zukunft ist verhaltensbasiert

Die zentrale Frage im Handel lautet nicht mehr:
„Wie viele Kunden waren da?“
Sondern:
„Was haben sie im Store getan – und warum?“
Bei Counttrack nennen wir diesen Wandel:
Von Counting zu Understanding.
Und in einer „choiceful“-Welt gewinnt, wer versteht.
Möchten Sie sehen, wie sich bewusstes Kaufverhalten in Ihren Stores zeigt?
Erfahren Sie, warum Verhaltensanalysen heute wichtiger sind als reine Frequenzzahlen.